Medizinisches Lexikon
Hier erklären wir Ihnen wichtige Begriffe rund um Haut, Behandlungen und Diagnosen einfach und verständlich. Es hilft Ihnen, medizinische Informationen besser einzuordnen und sich sicherer zurechtzufinden.
Plötzlich auftretende, tiefe Schwellung von Haut und Schleimhäuten, oft an Lippen, Augenlidern oder Zunge. Kann allergisch oder erblich bedingt sein. Schwellung im Halsbereich ist ein Notfall.
Medikamente, die die Wirkung von Histamin blockieren und bei Allergien, Nesselsucht und Juckreiz eingesetzt werden. Moderne Präparate machen kaum noch müde und sind gut verträglich.
Schmerzhafte, weisslich-gelbliche Schleimhautgeschwüre im Mundbereich. Treten einzeln oder gehäuft auf und heilen meist spontan innerhalb von 1–2 Wochen. Ursache oft unklar.
Chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz und trockener Haut. Verläuft in Schüben und ist häufig mit Allergien und Asthma vergesellschaftet. Basispflege und Entzündungshemmung sind zentral.
Neurodermitis bei Kindern und Jugendlichen mit Ekzemen bevorzugt in Ellenbeugen, Kniekehlen und am Hals. Starker Juckreiz belastet die Lebensqualität. Individuelle Therapie und Hautpflege essenziell.
Frühe Form der Neurodermitis beim Baby mit nässenden Ekzemen an Wangen und Kopfhaut (Milchschorf). Beginnt oft in den ersten Lebensmonaten. Konsequente Basispflege lindert die Beschwerden.
Synonym für Neurodermitis bzw. atopische Dermatitis. Chronisch juckende, schubweise verlaufende Hautentzündung auf dem Boden einer genetischen Veranlagung. Häufigste chronische Hauterkrankung im Kindesalter.
Diagnostisches Verfahren zur vergrösserten Betrachtung von Hautveränderungen mit einem Dermatoskop. Ermöglicht die Beurteilung von Pigmentstrukturen und Gefässen zur Früherkennung von Hautkrebs.
Ekzem durch übermässig trockene Haut, häufig im Winter oder bei älteren Menschen. Zeigt sich mit Rissbildung, Rötung und Juckreiz, vor allem an den Unterschenkeln. Rückfettende Pflege hilft.
Gutartige, bräunliche Pigmentveränderung der Haut durch langjährige UV-Belastung. Tritt gehäuft an Handrücken, Gesicht und Dekolleté auf. Harmlos, kann aber kosmetisch störend sein.
Gutartige, bräunlich-schwarze Hautwucherung (seborrhoische Keratose), die im Alter häufiger auftritt. Kein Krebsrisiko. Kann bei Beschwerden oder aus kosmetischen Gründen entfernt werden.
Schwerste Form einer allergischen Reaktion mit potenziell lebensbedrohlichem Verlauf. Symptome reichen von Hautausschlag bis Kreislaufversagen. Erfordert sofortige Notfallbehandlung mit Adrenalin.
Akne im Erwachsenenalter, meist ab dem 25. Lebensjahr. Betrifft häufiger Frauen und zeigt sich oft im Kinn- und Kieferbereich. Hormonelle Ursachen spielen eine wichtige Rolle.
Häufigste Hauterkrankung im Jugendalter mit Komedonen, Papeln und Pusteln im Gesicht und am Oberkörper. Wird durch Hormonschwankungen, Talg und Bakterien ausgelöst. Gut behandelbar.
Antiviraler Wirkstoff zur Behandlung von Herpes-simplex- und Herpes-zoster-Infektionen. Wirkt durch Hemmung der Virusvermehrung. Erhältlich als Creme, Tabletten oder Infusionslösung.
Topisches Retinoid zur Behandlung von leichter bis mittelschwerer Akne. Wirkt komedolytisch und entzündungshemmend. Wird abends dünn auf die betroffene Haut aufgetragen und ist gut verträglich.
Häufige entzündliche Erkrankung der Talgdrüsenfollikel mit Komedonen, Papeln, Pusteln und ggf. Narben. Betrifft vor allem Jugendliche, kann aber in jedem Alter auftreten. Vielfältige Therapieoptionen.
Durch chronische UV-Strahlung verursachte raue, schuppige Hautstelle. Gilt als Vorstufe von hellem Hautkrebs. Frühzeitige Behandlung durch Vereisung, Cremes oder photodynamische Therapie ist wichtig.
Überschiessende Immunreaktion auf eigentlich harmlose Substanzen wie Pollen, Nahrungsmittel oder Tierhaare. Äussert sich u.a. durch Hautausschlag, Schnupfen oder Atemnot. Diagnostik mittels Prick- oder Bluttest.
Entzündliche Hautreaktion durch direkten Kontakt mit einem Allergen wie Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel. Zeigt sich mit Rötung, Bläschen und Juckreiz. Diagnose per Epikutantest.
Erblich bedingter Haarausfall bei Frauen mit diffuser Lichtung im Scheitelbereich. Beginnt oft nach den Wechseljahren. Behandlung mit Minoxidil oder antiandrogenen Therapien möglich.
Abgekapselte Eiteransammlung im Gewebe, die durch bakterielle Infektionen entsteht. Typisch sind Rötung, Schwellung, Überwärmung und Schmerzen. Behandlung erfolgt durch chirurgische Eröffnung und ggf. Antibiotika.
Häufigste Haarausfallform bei Männern mit typischem Muster: Geheimratsecken und Tonsur. Genetisch und hormonell bedingt. Therapie mit Minoxidil oder Finasterid kann den Verlauf bremsen.
Merkhilfe zur Beurteilung von Muttermalen: Asymmetrie, Begrenzung, Colorit (Farbe), Durchmesser. Auffällige Veränderungen sollten zeitnah dermatoskopisch kontrolliert und ggf. entfernt werden.
Kreisrunder Haarausfall durch autoimmune Entzündung der Haarfollikel. Zeigt sich als scharf begrenzte kahle Stellen auf der Kopfhaut. Spontane Rückbildung möglich, diverse Therapieoptionen verfügbar.
Leichte Akneform mit vorwiegend offenen und geschlossenen Komedonen (Mitessern). Betrifft häufig Jugendliche. Behandlung erfolgt meist topisch mit Retinoiden oder Benzoylperoxid zur Verhinderung von Entzündungen.
Genetisch bedingter Haarausfall bei Männern und Frauen durch Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Dihydrotestosteron. Schleichender Verlauf mit typischem Lichtungsmuster. Frühe Behandlung empfohlen.
Schwere chronische Akneform mit tiefen entzündlichen Knoten, Abszessen und Fistelgängen. Häufig an Rücken, Gesicht und Nacken. Hinterlässt oft ausgeprägte Narben und erfordert systemische Therapie.
Oberbegriff für krankhaften Haarausfall unterschiedlichster Ursachen: erblich, hormonell, entzündlich, stressbedingt oder medikamentös. Eine gründliche Diagnostik ist Voraussetzung für die gezielte Behandlung.
Chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit schmerzhaften Knoten und Abszessen in Achseln, Leisten und Intimbereich. Auch Hidradenitis suppurativa genannt. Therapie reicht von Antibiotika bis Chirurgie.
Durch Zecken übertragene bakterielle Infektion. An der Haut zeigt sich oft das Erythema migrans (Wanderröte). Unbehandelt können Gelenke, Nerven und Haut betroffen werden. Antibiotische Therapie wirksam.
Neurotoxin zur ästhetischen Faltenbehandlung und medizinischen Therapie von Hyperhidrose (übermässigem Schwitzen). Wird gezielt in den Muskel injiziert. Wirkung hält ca. 3–6 Monate an.
Autoimmune blasenbildende Hauterkrankung, vorwiegend bei älteren Menschen. Grosse, pralle Blasen auf geröteter oder normaler Haut mit starkem Juckreiz. Behandlung mit Kortikosteroiden und Immunsuppressiva.
Chronisches Brennen der Mundschleimhaut ohne sichtbare Veränderungen. Betrifft häufiger Frauen nach der Menopause. Ursache oft multifaktoriell. Therapie umfasst lokale und systemische Massnahmen.
Entzündung der Augenlider mit Rötung, Schuppung und Verkrustung am Lidrand. Häufig chronisch verlaufend und mit Rosacea oder seborrhoischer Dermatitis assoziiert. Regelmässige Lidrandpflege ist wichtig.
Entzündung der Eichel, oft mit Rötung, Schwellung und Schmerzen. Ursachen sind Infektionen, Reizungen oder Hauterkrankungen. Betrifft bevorzugt unbeschnittene Männer. Therapie richtet sich nach der Ursache.
Häufigster bösartiger Hauttumor, ausgelöst durch chronische UV-Strahlung. Wächst langsam und bildet selten Metastasen, kann aber Gewebe zerstören. Operative Entfernung ist die Standardtherapie.
Oberflächliche Variante des Basalzellkarzinoms, oft als rötliche, leicht schuppende Plaque am Rumpf. Wächst flach und langsam. Gut behandelbar durch Operation, Kryotherapie oder topische Therapie.
Häufigste Form des Basalzellkarzinoms mit perlartigem, hautfarbenem Knötchen und feinen Blutgefässen. Typisch im Gesicht. Wird in der Regel operativ vollständig entfernt.
Feine, sichtbare Venenverästelungen an den Beinen in rötlich-bläulicher Farbe. Meist kosmetisch störend, selten medizinisch relevant. Behandlung durch Sklerotherapie (Verödung) oder Laser möglich.
Juckende, oft gruppierte rötliche Hautreaktionen nach nächtlichen Bissen durch Bettwanzen. Typisch ist die sogenannte Wanzenstrasse. Behandlung symptomatisch mit juckreizlindernden Mitteln.
Biotechnologisch hergestellte Medikamente, die gezielt in Entzündungsprozesse eingreifen. Eingesetzt bei schwerer Psoriasis, Neurodermitis und Urtikaria. Revolutionäre Therapieoption mit hoher Wirksamkeit.
Kontrolliertes Abtragen oberer Hautschichten mit Säurelösungen zur Verbesserung des Hautbildes. Wirkt bei Pigmentflecken, feinen Falten und Aknenarben. Verschiedene Stärken je nach gewünschter Eindringtiefe.
Entzündung der Lippen mit Trockenheit, Rissbildung, Rötung und Schuppung. Ursachen reichen von Austrocknung über Kontaktallergien bis zu chronischer UV-Schädigung. Therapie je nach Auslöser.
Grossflächige, bräunliche Pigmentierung im Gesicht, auch Melasma genannt. Häufig in der Schwangerschaft oder durch hormonelle Verhütung ausgelöst. Sonnenschutz und aufhellende Cremes sind Therapiebasis.
Form der Nesselsucht, ausgelöst durch Schwitzen, körperliche Anstrengung oder emotionalen Stress. Zeigt sich mit kleinen, stark juckenden Quaddeln am Oberkörper. Therapie mit Antihistaminika.
Gruppe harmloser Hauterkrankungen mit bräunlich-rötlichen Flecken an den Unterschenkeln durch kleinste Blutaustritte. Häufig bei Venenschwäche. Kosmetisch störend, aber medizinisch unbedenklich.
Langwierige Entzündung der Handhaut mit Rötung, Schuppung, Rissen und Bläschen. Häufig beruflich bedingt durch Feuchtarbeit oder Kontaktallergien. Schutz, Pflege und gezielte Therapie entscheidend.
Nesselsucht mit Quaddeln und Juckreiz über mehr als sechs Wochen. Ursache oft unklar (spontan) oder durch physikalische Reize ausgelöst. Moderne Therapie mit Antihistaminika und Biologika verfügbar.
Ablativ wirkender Laser zur Abtragung von Hautgewebe. Einsatz bei Warzen, Narben, aktinischen Keratosen und zur Hautverjüngung. Ermöglicht präzise Behandlung mit kontrollierbarer Eindringtiefe.
Feigwarzen durch humane Papillomviren (HPV) im Genital- und Analbereich. Fleischfarbene, blumenkohlartige Wucherungen. Behandlung durch Vereisung, Laser, Cremes oder chirurgische Abtragung.
Sichtbare, erweiterte Äderchen im Gesicht, besonders an Wangen und Nase. Frühstadium der Rosacea. Verstärkt durch UV-Strahlung, Alkohol und Temperaturschwankungen. Laserbehandlung kann das Erscheinungsbild verbessern.
Milchschorf bei Säuglingen mit gelblichen, fettigen Schuppen auf der Kopfhaut. Kann ein Frühzeichen der atopischen Dermatitis sein. Sanfte Ablösung mit Öl und milde Pflege empfohlen.
Hellbraune, gleichmässig pigmentierte Hautflecken mit milchkaffeeartiger Farbe. Einzeln meist harmlos. Mehrere grosse Flecken können auf eine Neurofibromatose hinweisen und sollten abgeklärt werden.
Topische Immunmodulatoren (Tacrolimus, Pimecrolimus) zur Behandlung von Neurodermitis und anderen Ekzemen. Wirken entzündungshemmend ohne die Nebenwirkungen von Kortison. Besonders für empfindliche Hautstellen geeignet.
Pilzinfektion durch Hefepilze der Gattung Candida. Betrifft Haut, Schleimhäute und Nägel, besonders in feuchten Körperfalten. Typisch sind Rötung und weissliche Beläge. Antimykotische Therapie wirksam.
Stark juckende Hauterkrankung mit gruppierten Bläschen, häufig an Ellbogen, Knien und Gesäss. Assoziiert mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit). Therapie mit Dapson und glutenfreier Ernährung.
Chronische Hautentzündung mit gelblichen, fettigen Schuppen in talgdrüsenreichen Arealen wie Kopfhaut, Gesicht und Brustbereich. Hefepilze spielen eine Rolle. Antimykotische Behandlung wirksam.
Gutartiger, derber Hautknoten, meist an den Beinen. Entsteht oft nach Insektenstichen oder kleinen Verletzungen. Bräunlich verfärbt und harmlos. Entfernung nur bei Beschwerden oder Unsicherheit nötig.
Pilzinfektionen der Haut, Haare oder Nägel durch Dermatophyten, Hefen oder Schimmelpilze. Häufig an Füssen, Leiste oder Nägeln. Diagnostik durch Pilzkultur, Therapie mit Antimykotika.
Nichtinvasive Untersuchungsmethode mit einem Auflichtmikroskop zur genauen Beurteilung von Hautveränderungen und Muttermalen. Zentrales Werkzeug der Hautkrebsfrüherkennung in der Dermatologie.
Wiederkehrende Bläschenbildung an Handinnenflächen und Fusssohlen mit starkem Juckreiz. Ursachen vielfältig: Stress, Allergien, Pilzinfektionen. Auch dyshidrotisches Ekzem oder Pompholyx genannt.
Ekzemform mit juckenden, tiefsitzenden Bläschen an Händen und Füssen. Oft chronisch-rezidivierend verlaufend. Behandlung mit topischen Kortikosteroiden, Pflegemassnahmen und Meidung von Triggerfaktoren.
Mollusca contagiosa – virale Hautinfektion mit kleinen, halbkugelförmigen Knötchen mit zentraler Delle. Häufig bei Kindern. Meist selbstlimitierend, bei Bedarf Kürettage oder Kryotherapie.
Oberbegriff für entzündliche Hautveränderungen verschiedenster Ursache mit Rötung, Schwellung, Juckreiz und Schuppung. Umfasst Kontaktekzeme, atopische Dermatitis und irritative Formen.
Generalisierte Rötung und Schuppung von über 90% der Körperoberfläche. Kann durch Psoriasis, Ekzeme, Medikamente oder Lymphome ausgelöst werden. Ernstes Krankheitsbild mit stationärem Behandlungsbedarf.
Sammelbegriff für entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankungen mit Rötung, Schuppung, Juckreiz und ggf. Bläschenbildung. Häufigste Hauterkrankung überhaupt. Verschiedene Formen je nach Ursache.
Münzförmige (nummuläre), nässende Ekzemherde, oft durch bakterielle Besiedlung unterhalten. Tritt bevorzugt an den Unterschenkeln auf. Therapie mit antiseptischen und entzündungshemmenden Massnahmen.
Kontaktekzem durch wiederholte Exposition gegenüber hautreizenden Substanzen wie Reinigungsmitteln oder Wasser. Häufigste Berufskrankheit. Prävention durch Hautschutz und Schutzhandschuhe entscheidend.
Allergologisches Testverfahren: Testpflaster mit potenziellen Allergenen werden 48 Stunden auf den Rücken geklebt. Ablesung nach 48 und 72 Stunden zeigt Kontaktallergien an.
Sommersprossen – kleine, hellbraune Pigmentflecken, die bei hellen Hauttypen durch Sonnenlicht verstärkt werden. Genetisch bedingt und vollkommen harmlos. Verblassen im Winter häufig wieder.
Anhaltende Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen. Ursachen oft gefässbedingt, hormonell oder psychisch. Abklärung wichtig, da Hinweis auf Gefässerkrankungen möglich.
Kälteschaden der Haut mit Rötung, Schwellung und Blasenbildung bis hin zur Gewebsnekrose. Betrifft vor allem Finger, Zehen, Nase und Ohren. Langsames Aufwärmen und ärztliche Versorgung nötig.
Bakterielle Hautinfektion (Wundrose) mit scharf begrenzter, schmerzhafter Rötung und Schwellung, meist am Unterschenkel. Ausgelöst durch Streptokokken. Sofortige Antibiotikatherapie erforderlich.
Akute Immunreaktion der Haut mit typischen schiessscheibenförmigen Läsionen. Häufigster Auslöser ist Herpes simplex. Meist selbstlimitierend mit mildem Verlauf. Schwere Formen erfordern stationäre Behandlung.
Schmerzhafte, rötlich-bläuliche Knoten an den Unterschenkelstreckseiten durch Entzündung des Unterhautfettgewebes. Kann Zeichen einer Infektion, Sarkoidose oder Medikamentenreaktion sein.
Oberflächliche bakterielle Hautinfektion durch Corynebacterium minutissimum. Zeigt sich als bräunlich-rötliche Flecken in Körperfalten. Unter Wood-Licht korallenrote Fluoreszenz. Therapie mit topischen Antibiotika.
Gruppe gutartiger Bindegewebswucherungen wie Dupuytren-Kontraktur oder Keloide. Können lokal aggressiv wachsen. Therapie je nach Typ: Beobachtung, Injektion, Bestrahlung oder Operation.
Gutartige, gestielte Hautwucherung (Skin Tag) an Hals, Achseln oder Leisten. Sehr häufig und harmlos. Kann bei mechanischer Reizung stören und wird einfach abgetragen.
Schmerzhafter, spaltförmiger Hautriss, häufig an Lippen, Mundwinkeln, Fingerkuppen oder Analbereich. Entsteht durch Trockenheit, Ekzeme oder Überdehnung. Pflege und ggf. entzündungshemmende Therapie.
Entzündung der Haarfollikel, meist durch Bakterien (Staphylokokken). Zeigt sich als rote Knötchen oder Pusteln um Haare. Kommt an behaarten Körperstellen vor. Meist lokal gut behandelbar.
Schmerzhafte, bläulich-rote Schwellungen an Fingern und Zehen nach Kälteexposition. Typisch im Winter bei feuchter Kälte. Auch Perniones genannt. Warmhalten und durchblutungsfördernde Massnahmen helfen.
Pilzinfektion der Fusshaut, meist zwischen den Zehen. Zeigt sich mit Juckreiz, Rötung, Schuppung und Mazeration. Sehr häufig und ansteckend. Behandlung mit antimykotischen Cremes oder Sprays.
Tiefe, schmerzhafte Entzündung eines Haarfollikels mit Abszessbildung durch Staphylokokken. Bildet einen Eiterpfropf und heilt meist narbig ab. Grosse Furunkel erfordern chirurgische Spaltung.
Wiederkehrendes Auftreten mehrerer Furunkel, oft durch Staphylokokken-Besiedelung der Haut. Begünstigende Faktoren sind Diabetes und Immunschwäche. Sanierung der Keimträgerschaft Teil der Therapie.
Gepulster Laser zur gezielten Behandlung von Gefässveränderungen wie Feuermalen, Besenreisern und Rosacea. Wird auch bei Narben und Warzen eingesetzt. Selektive Zerstörung roter Blutgefässe.
Durch HPV verursachte Genitalwarzen im Anal- und Intimbereich. Hochansteckend durch Sexualkontakt. Behandlung durch Vereisung, Laser, topische Immunmodulatoren oder chirurgische Abtragung.
Ästhetische Massnahmen zur Glättung von Gesichtsfalten. Umfasst Botulinumtoxin, Hyaluronsäure-Filler, Laser und Chemical-Peeling. Ziel ist ein natürliches, frisches Aussehen ohne Maskeneffekt.
Seltener, gutartiger, sehr schmerzhafter Tumor aus Glomuszellen, häufig unter dem Fingernagel. Typisch ist stechender Schmerz bei Kälte oder Druck. Operative Entfernung bringt sofortige Linderung.
Entzündung der Zunge mit Rötung, Schwellung und Schmerzen. Ursachen sind Infektionen, Vitaminmangel, Allergien oder Autoimmunerkrankungen. Lingua geographica ist eine häufige, harmlose Sonderform.
Gutartige, ringförmig angeordnete Hautknötchen unklarer Ursache. Häufig an Handrücken und Füssen bei Kindern und jungen Erwachsenen. Meist symptomlos und selbstlimitierend, selten Therapie nötig.
Schnell wachsendes, leicht blutendes Gefässknötchen der Haut. Entsteht oft nach kleinen Verletzungen. Trotz des Namens nicht eitrig. Behandlung durch Kürettage, Laser oder Vereisung.
Volkstümlicher Name für Impetigo contagiosa, eine hochansteckende bakterielle Hautinfektion bei Kindern. Typisch sind honiggelbe Krusten im Gesicht. Behandlung mit antiseptischen Mitteln oder Antibiotika.
Reaktivierung von Varizella-Zoster-Viren als schmerzhafter, halbseitiger Bläschenausschlag. Tritt bevorzugt bei älteren oder immungeschwächten Personen auf. Frühzeitige antivirale Therapie wichtig.
Pflanzliche Wirkstoffe mit zusammenziehender und entzündungshemmender Wirkung. Werden in der Dermatologie bei nässenden Ekzemen und Entzündungen eingesetzt. Anwendung als Umschläge oder Bäder.
Sexuell übertragbare Infektionen wie Syphilis, Gonorrhoe, Chlamydien und HPV. Können Haut und Schleimhäute betreffen. Frühzeitige Diagnostik und Behandlung verhindern Komplikationen und Übertragung.
Bei chronischer Gicht können sich Tophi (Harnsäureablagerungen) in der Haut bilden, typisch an Ohrmuscheln und Gelenken. Gelegentlich mit Hautrötung und Entzündung verbunden.
Vermehrte Einlagerung von Melanin mit Dunkelfärbung der Haut. Ursachen sind UV-Strahlung, Hormone, Entzündungen oder Medikamente. Sonnenschutz und aufhellende Wirkstoffe als Therapiebasis.
Verminderte Melaninbildung mit hellen Hautflecken. Ursachen sind Vitiligo, Entzündungen, Pilzinfektionen oder Narben. Die Abklärung der Grunderkrankung bestimmt die weitere Therapie.
Übermässiges Schwitzen über das normale Mass hinaus, oft an Händen, Füssen oder Achseln. Kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Therapie mit Antiperspirantien, Botulinumtoxin oder Iontophorese.
Übermässige Verdickung der Hornschicht der Haut. Tritt bei Hornhautschwielen, Warzen, Schuppenflechte oder aktinischen Keratosen auf. Behandlung je nach Ursache mit Keratolytika oder Laser.
Natürlicher Alterungsprozess der Haut (intrinsisch) verstärkt durch UV-Strahlung (extrinsisch). Zeigt sich in Falten, Elastizitätsverlust und Pigmentflecken. Sonnenschutz ist die beste Prävention.
Oberbegriff für bösartige Hauttumoren: Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom (heller Hautkrebs) und Melanom (schwarzer Hautkrebs). Regelmässige Vorsorge ermöglicht Früherkennung und gute Heilungschancen.
Einteilung der Haut nach Fitzpatrick in sechs Typen (I–VI) basierend auf Pigmentierung und Sonnenbrandneigung. Bestimmt das individuelle UV-Risiko und die Empfindlichkeit der Haut.
Durch Hefepilze (meist Candida oder Malassezia) verursachte Infektionen an Haut, Schleimhäuten und Nägeln. Begünstigt durch Feuchtigkeit und geschwächtes Immunsystem. Antimykotische Therapie wirksam.
Lippenherpes durch Herpes-simplex-Virus Typ 1 mit juckenden Bläschen an der Lippe. Sehr häufig, oft rezidivierend bei Stress oder Sonneneinstrahlung. Antivirale Cremes beschleunigen die Abheilung.
Sexuell übertragbare Infektion durch Herpes-simplex-Virus mit schmerzhaften Bläschen im Genitalbereich. Rezidive häufig. Antivirale Medikamente verkürzen Schübe und senken die Ansteckungsgefahr.
Weit verbreitetes Virus mit zwei Typen: HSV-1 (Lippenherpes) und HSV-2 (Genitalherpes). Verbleibt lebenslang in Nervenganglien. Reaktivierungen durch Stress, UV-Licht oder Immunschwäche.
Gürtelrose – schmerzhafte, einseitige Bläschenbildung entlang eines Nervs durch Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus. Frühzeitige antivirale Therapie reduziert Komplikationen wie Nervenschmerzen.
Allergische Rhinitis durch Pollenflug mit Niesen, Nasenlaufen, juckenden Augen und Atembeschwerden. Betrifft Millionen Menschen saisonal. Behandlung mit Antihistaminika und ggf. Hyposensibilisierung.
Chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit schmerzhaften Knoten und Abszessen in Achseln, Leisten und Intimbereich. Synonym für Acne inversa. Frühe, konsequente Therapie verhindert Fortschreiten.
Chirurgisches Verfahren zur Versetzung eigener Haarfollikel aus dem Haarkranzbereich in kahle Stellen. Dauerhafte Lösung bei erblichem Haarausfall. Moderne Techniken ermöglichen natürliche Ergebnisse.
Übermässiger Haarwuchs bei Frauen in männertypischem Muster (Gesicht, Brust, Bauch). Oft hormonell bedingt. Abklärung von Androgenüberschuss wichtig. Therapie hormonell, per Laser oder Creme.
Hornfaden aus Keratin, der im Haarfollikel gebildet wird. Durchläuft Wachstumsphasen (Anagen, Katagen, Telogen). Beschaffenheit und Dichte sind genetisch bestimmt. Veränderungen können Krankheiten anzeigen.
Infektionen mit humanen Papillomviren verursachen Warzen an Haut und Schleimhäuten sowie Genitalwarzen. Bestimmte Typen sind Risikofaktor für Gebärmutterhals- und Analkrebs. Impfung schützt wirksam.
Diagnostische Untersuchung (Trichogramm) zur Bestimmung der Haarwachstumsphasen. Erlaubt Rückschlüsse auf die Ursache von Haarausfall. Etwa 50–100 Haare werden mikroskopisch analysiert.
Druckbedingte, schmerzhafte Verdickung der Hornhaut (Clavus) an Zehen oder Fusssohle. Entsteht durch schlecht sitzende Schuhe. Abtragung und Druckentlastung bringen Linderung.
Gutartiger Gefässtumor bei Neugeborenen, der in den ersten Lebenswochen schnell wächst. Bildet sich meist spontan zurück. Grosse oder komplizierende Hämangiome werden mit Propranolol behandelt.
Körpereigene Substanz, die Wasser bindet und der Haut Volumen und Elastizität verleiht. In der ästhetischen Medizin als Filler zur Faltenunterspritzung und Gesichtskonturierung eingesetzt.
Entzündliche Hauterkrankung der Hände mit Rötung, Bläschen, Rissen und Schuppung. Häufig berufsbedingt oder allergisch. Eines der häufigsten dermatologischen Krankheitsbilder. Schutz und Pflege zentral.
Viruserkrankung vor allem bei Kleinkindern mit Bläschen im Mund sowie an Händen und Füssen. Hochansteckend, aber harmlos. Klingt meist innerhalb von 7–10 Tagen spontan ab.
Autoimmun bedingter, fleckförmiger Haarverlust mit scharf begrenzten kahlen Stellen. Kann in jedem Alter auftreten. Spontane Rückbildung möglich. Therapie mit Kortison oder Immuntherapie.
Entzündung der Haut in Körperfalten (Achseln, Leisten, unter der Brust) durch Feuchtigkeit und Reibung. Begünstigt durch Übergewicht und Diabetes. Trockenhaltung und antimikrobielle Behandlung helfen.
Systemisches Retinoid zur Behandlung schwerer Akne. Sehr wirksam, reduziert Talgproduktion dauerhaft. Strenge ärztliche Überwachung nötig wegen Nebenwirkungen. Schwangerschaft muss sicher ausgeschlossen werden.
Gruppe erblicher Verhornungsstörungen mit trockener, schuppiger Haut, die an Fischschuppen erinnert. Verschiedene Schweregrade und Formen. Regelmässige rückfettende Pflege und Keratolyse sind essenziell.
Hochansteckende, oberflächliche bakterielle Hautinfektion, häufig bei Kindern. Typisch sind honiggelbe Krusten im Gesicht. Auslöser sind Staphylokokken oder Streptokokken. Antibiotische Behandlung erforderlich.
Hautreaktion auf den Stich oder Biss von Insekten wie Mücken, Bienen oder Wespen. Zeigt sich mit Rötung, Schwellung und Juckreiz. Bei allergischer Reaktion sofortige ärztliche Hilfe nötig.
Unangenehme Empfindung der Haut, die zum Kratzen verleitet. Häufiges Symptom vieler Hautkrankheiten, Allergien und innerer Erkrankungen. Ursachenklärung ist Voraussetzung für gezielte Therapie.
Parasitärer Befall der Kopfhaut mit Pediculus humanus capitis. Häufig bei Kindern. Verursacht starken Juckreiz. Behandlung mit Dimeticon-Präparaten oder Permethrin, Nissenkamm zur Nachkontrolle.
Erweiterte, geschlängelte oberflächliche Beinvenen (Varizen) durch Venenklappeninsuffizienz. Symptome sind schwere Beine, Schwellung und Hautveränderungen. Therapie durch Verödung, Laser oder Operation.
Parasitäre Hauterkrankung durch Krätzmilben mit intensivem, besonders nächtlichem Juckreiz. Typisch sind Milbengänge zwischen den Fingern. Behandlung der gesamten Kontaktgruppe mit Permethrin oder Ivermectin.
Behandlung mit Kälte (flüssigem Stickstoff) zur Vereisung von Hautveränderungen wie Warzen, aktinischen Keratosen oder seborrhoischen Keratosen. Schnelles, ambulantes Verfahren mit guter Wirksamkeit.
Seltene Gruppe von Lymphomen, die primär die Haut befallen. Häufigstes Beispiel ist die Mycosis fungoides. Zeigt sich anfangs als ekzemartige Flecken. Stadienbezogene, individuelle Therapie.
Nesselsucht durch direkten Hautkontakt mit auslösenden Substanzen wie Latex, Nahrungsmitteln oder Chemikalien. Sofortige Quaddel- und Rötungsreaktion. Unterscheidung immunologisch vs. nicht-immunologisch.
Bösartiger Gefässtumor der Haut, assoziiert mit HHV-8-Infektion. Klassisch bei älteren Männern oder immungeschwächten Patienten. Zeigt sich als bläulich-rote Knoten oder Flecken.
Überschiessende, wulstartige Narbenbildung, die über den Wundrand hinauswächst. Häufig an Schultern, Brust und Ohrläppchen. Therapie schwierig: Injektion, Druckverbände, Laser oder Kryotherapie.
Harmlose Verhornungsstörung mit rauen Knötchen an Oberarmen, Oberschenkeln und Wangen. Auch Reibeisenhaut genannt. Sehr häufig, besonders bei Atopikern. Rückfettende Pflege und Peelings hilfreich.
Synonym für aktinische Keratose – raue, schuppige Hautstelle durch chronische UV-Schädigung. Hautkrebsvorstufe. Frühzeitige Behandlung durch Vereisung, Cremes oder photodynamische Therapie empfohlen.
Lichen ruber planus – entzündliche Erkrankung mit juckenden, violetten, polygonalen Knötchen an Haut und Schleimhäuten. Ursache unklar, möglicherweise autoimmun. Therapie mit Kortikosteroiden.
Gruppe von Autoimmunerkrankungen des Bindegewebes wie Lupus erythematodes, Dermatomyositis und Sklerodermie. Oft mit Hautveränderungen verbunden. Multidisziplinäre Diagnostik und Therapie erforderlich.
Mitesser – Talgpfröpfe in Haarfollikeln. Offene Komedonen (Blackheads) und geschlossene (Whiteheads) sind die Grundeffloreszenzen der Akne. Entstehen durch Verhornungsstörung und Talgüberproduktion.
Immunologische Überempfindlichkeitsreaktion auf Substanzen bei direktem Hautkontakt. Häufige Allergene sind Nickel, Duftstoffe und Konservierungsmittel. Diagnose per Epikutantest. Allergenmeidung ist zentral.
Entzündliche Hautreaktion durch direkten Kontakt mit reizenden oder allergisierenden Substanzen. Äussert sich mit Rötung, Bläschen und Juckreiz. Unterscheidung zwischen allergischer und toxischer Form wichtig.
Häufige Ekzemform durch äussere Einwirkung auf die Haut. Allergisches Kontaktekzem durch Immunreaktion, toxisches durch direkte Zellschädigung. Beruflich sehr relevante Erkrankung.
Autoimmunerkrankung mit verschiedenen Verlaufsformen: rein kutan (diskoider Lupus) bis systemisch mit Organbeteiligung. An der Haut typisch schmetterlingsförmiges Gesichtserythem. Sonnenschutz essenziell.
Gutartige Fehlbildung der Lymphgefässe, meist angeboren. Zeigt sich als weiche, bläschenartige Schwellung der Haut. Häufig im Kopf-Hals-Bereich. Therapie bei Beschwerden durch Sklerotherapie oder Operation.
Chronische Schwellung durch gestörten Lymphabfluss, meist an den Beinen. Kann angeboren oder erworben sein. Fortschreitend mit Gewebeverhärtung. Therapie mit Kompression und Lymphdrainage.
Bösartige Erkrankung des lymphatischen Gewebes in der Haut. Unterschieden werden T-Zell- und B-Zell-Lymphome. Zeigen sich als Flecken, Plaques oder Knoten. Stadienbezogene Therapie.
Chronische, symmetrische Fettverteilungsstörung an Beinen und Armen, fast ausschliesslich bei Frauen. Druckschmerzhaft mit Neigung zu Hämatomen. Abgrenzung zum Lymphödem wichtig. Therapie multimodal.
Gutartiger, weicher Fettgewebsknoten unter der Haut. Häufig an Rumpf und Extremitäten. Langsam wachsend und schmerzlos. Entfernung nur bei Beschwerden oder zum Ausschluss anderer Tumoren.
Netzartige, bläulich-rötliche Hautzeichnung durch verlangsamten Blutfluss in den Hautgefässen. Harmlose Form bei Kälte häufig. Persistierende Form kann auf Gefässerkrankungen oder Autoimmunprozesse hinweisen.
Dauerhafte Haarentfernung durch gezielte Zerstörung der Haarwurzel mit Laserlicht. Wirkt am besten bei dunklen Haaren und heller Haut. Mehrere Sitzungen nötig für optimales Ergebnis.
Einsatz von gebündeltem Licht zur Behandlung verschiedenster Hautprobleme: Gefässveränderungen, Pigmentflecken, Narben, Warzen und Falten. Unterschiedliche Lasertypen für verschiedene Indikationen.
Melanom-Vorstufe bei chronisch sonnengeschädigter Haut älterer Menschen. Zeigt sich als unregelmässig begrenzter, brauner Fleck, meist im Gesicht. Operative Entfernung empfohlen.
Altersfleck – gutartige, flache, bräunliche Pigmentierung durch langjährige UV-Exposition. Häufig an Handrücken, Gesicht und Dekolleté. Harmlos, aber gelegentlich kosmetisch störend. Aufhellung möglich.
Sonnenfleck – umschriebene, braune Pigmentierung durch chronische Sonnenschädigung. Abgrenzung zum Melanom durch Dermatoskopie wichtig. Lichtschutz beugt der Entstehung neuer Flecken vor.
Knötchenflechte – entzündliche Erkrankung mit juckenden, violetten, flachen Papeln. Kann Haut, Mundschleimhaut und Nägel befallen. Ursache unklar, vermutlich autoimmun. Therapie mit Kortikosteroiden.
Chronisch-entzündliche Erkrankung mit typischen polygonalen, livid-rötlichen, juckenden Papeln. Befällt Haut, Schleimhäute, Haare und Nägel. Verschiedene Subtypen mit unterschiedlichem Verlauf.
Chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit weisslichen, verhärteten Arealen, bevorzugt im Genitalbereich. Betrifft Frauen häufiger als Männer. Juckreiz und Schrumpfung möglich. Therapie mit starken Kortikosteroiden.
Chronische, verdickte Ekzemherde durch wiederholtes Reiben und Kratzen (Lichenifikation). Häufig am Nacken, Knöcheln oder Genitalbereich. Durchbrechen des Juckreiz-Kratz-Kreislaufs ist Therapieziel.
Häufigste Sonnenallergie mit juckenden Knötchen und Bläschen an lichtexponierten Stellen nach Sonnenexposition. Tritt meist im Frühling auf. Lichtschutz und langsame UV-Gewöhnung sind Prävention.
Massnahmen zum Schutz der Haut vor UV-Strahlung: Sonnencreme, schützende Kleidung und Meidung der Mittagssonne. Wichtigste Prävention gegen Hautkrebs, vorzeitige Hautalterung und Sonnenallergie.
Häufigstes kutanes T-Zell-Lymphom mit langsam fortschreitendem Verlauf. Anfangs ekzemartige Flecken, später Plaques und Tumoren. Frühe Stadien gut mit Lichttherapie und topischen Mitteln behandelbar.
Aggressivster Hautkrebs, ausgehend von pigmentbildenden Zellen (Melanozyten). Frühzeitige Erkennung durch Selbstuntersuchung und Dermatoskopie entscheidend. Bei rechtzeitiger Diagnose sehr gute Heilungschancen.
Seltene Erkrankung mit Vermehrung von Mastzellen in Haut und ggf. inneren Organen. Hautsymptome sind bräunliche Flecken, die bei Reiben anschwellen (Darier-Zeichen). Verlauf meist gutartig.
Schwarzer Hautkrebs – bösartiger Tumor der pigmentbildenden Zellen. Risikofaktoren sind UV-Exposition, viele Muttermale und heller Hauttyp. Regelmässige Hautkrebsvorsorge ist lebensrettend.
Dunkle Längspigmentierung des Nagels durch Melanin. Kann harmlos oder Hinweis auf ein Nagelmelanom sein. Dermatoskopische Untersuchung und bei Verdacht Biopsie zur Abklärung notwendig.
Grossflächige, bräunliche Pigmentierung im Gesicht, meist an Stirn, Wangen und Oberlippe. Hormonell begünstigt durch Schwangerschaft oder Pille. Konsequenter Sonnenschutz und aufhellende Wirkstoffe als Therapie.
Seltener, aggressiver Hauttumor mit schnellem Wachstum, bevorzugt im Kopf-Hals-Bereich älterer Patienten. Frühzeitige operative Entfernung und ggf. Immuntherapie mit Avelumab sind Therapiestandard.
Ästhetisches Verfahren mit feinen Nadeln zur kontrollierten Hautstimulation. Fördert die Kollagenbildung und verbessert Narben, Poren und Falten. Kann mit Wirkstoffen wie Hyaluronsäure kombiniert werden.
Kleine, weisse Keratinzysten in der Oberhaut, häufig im Gesicht. Harmlos und vor allem kosmetisch störend. Entstehen spontan oder nach Hautverletzungen. Entfernung durch Anritzen und Ausdrücken.
Mikroskopisch kleine Spinnentiere, die als Parasiten oder Allergene Hautprobleme verursachen. Krätzmilben befallen die Haut direkt, Hausstaubmilben lösen allergische Reaktionen aus.
Dellwarzen – virale Hautinfektion mit perlenartigen Knötchen und zentraler Delle. Sehr häufig bei Kindern, auch sexuell übertragbar. Meist selbstlimitierend, bei Bedarf Kürettage oder Kryotherapie.
Lokalisierte Form der Sklerodermie mit umschriebenen, verhärteten Hautarealen. Weisslich-glänzend mit lila Rand. Betrifft nur die Haut, keine inneren Organe. Therapie mit topischen Steroiden oder Lichttherapie.
Juckende Hautreaktion auf den Speichel stechender Mücken. Zeigt sich als gerötete Quaddel. Bei manchen Personen überschiessende allergische Reaktion. Kühlung und juckreizstillende Mittel als Therapie.
Pilzinfektion der Mundschleimhaut durch Candida albicans mit weisslichen, abwischbaren Belägen. Häufig bei Säuglingen und immungeschwächten Patienten. Behandlung mit Antimykotika wirksam.
Umgangssprachlich für Naevuszellnaevi – gutartige Ansammlungen von Pigmentzellen in der Haut. Regelmässige Kontrolle wichtig, da sich selten ein Melanom entwickeln kann. ABCD-Regel zur Selbstbeurteilung.
Oberbegriff für Pilzinfektionen der Haut, Haare und Nägel. Häufigste Erreger sind Dermatophyten und Hefepilze. Befallen bevorzugt Füsse, Nägel und Körperfalten. Antimykotische Therapie verfügbar.
Hauterkrankung mit juckenden Quaddeln und oft Angioödemen. Akute Form meist allergisch, chronische Form oft ohne erkennbare Ursache. Antihistaminika sind die Basistherapie.
Chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz und trockener Haut. Häufig im Kindesalter beginnend, oft mit Allergien assoziiert. Konsequente Basispflege und antientzündliche Therapie zentral.
Lokalisierter Juckreiz und Missempfindung am oberen Rücken (zwischen den Schulterblättern). Durch Nervenreizung ausgelöst. Häufig mit bräunlicher Hyperpigmentierung. Therapie symptomatisch.
Muttermal – gutartige Hautveränderung aus Pigmentzellen (Melanozyten). Verschiedene Typen und Formen. Regelmässige dermatoskopische Kontrolle empfohlen, um bösartige Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Feuermal – angeborene, flache, rötlich-violette Gefässfehlbildung der Haut. Verblasst nicht spontan und wächst proportional mit. Laserbehandlung mit Farbstofflaser kann das Erscheinungsbild verbessern.
Gewöhnliches Muttermal aus gruppierten Pigmentzellen. Kann angeboren oder erworben sein. Verschiedene Formen (flach, erhaben). Regelmässige Kontrolle zur Früherkennung von Melanomveränderungen.
Bakterielle oder mykotische Infektion des Nagelbetts mit Rötung, Schwellung und Schmerzen. Begünstigt durch eingewachsene Nägel oder Verletzungen. Behandlung mit Antiseptika, ggf. Antibiotika oder Chirurgie.
Pilzinfektion des Nagels (Onychomykose) mit Verfärbung, Verdickung und Brüchigkeit. Häufig an Fussnägeln. Erregernachweis durch Pilzkultur. Behandlung mit antimykotischem Nagellack oder Tabletten.
Umgangssprachlich für Onychomykose. Häufige Pilzinfektion der Nägel mit gelblicher Verfärbung und Verdickung. Betrifft vor allem Zehennägel. Langwierige Therapie mit Antimykotika erforderlich.
Befall der Nägel durch Schuppenflechte mit Tüpfelnägeln, Ölflecken, Verdickung oder Ablösung der Nagelplatte. Tritt bei vielen Psoriasis-Patienten auf. Schwer zu behandeln, topisch oder systemisch.
Immunologische Reaktion auf bestimmte Nahrungsmittelproteine wie Erdnuss, Milch oder Ei. Symptome an Haut, Magen-Darm-Trakt oder Atemwegen. Diagnose durch Pricktest und Provokationstest.
Therapeutische Massnahmen zur Verbesserung auffälliger Narben. Methoden umfassen Silikonpflaster, Kortison-Injektionen, Laser, Microneedling und chirurgische Narbenkorrektur – je nach Narbentyp.
Wulstartig über die Wundgrenzen hinauswachsende Narbe durch überschiessende Bindegewebsbildung. Genetische Veranlagung spielt eine Rolle. Therapie schwierig mit Kortison, Druckbehandlung oder Kryotherapie.
Bindegewebige Reparatur nach Hautverletzung oder Entzündung. Kann atrophisch (eingesunken), hypertroph (erhaben) oder keloidartig sein. Verschiedene Therapieoptionen je nach Narbentyp und Beschwerden.
Pilzinfektion der Nagelplatte mit Verfärbung, Verdickung und Zerstörung des Nagels. Häufigste Nagelerkrankung. Erregerbestimmung vor Therapie. Behandlung topisch oder systemisch mit Antimykotika.
Ablösung der Nagelplatte vom Nagelbett, beginnend am freien Nagelrand. Ursachen sind Trauma, Pilzinfektion, Psoriasis oder chemische Einwirkung. Therapie richtet sich nach der Grunderkrankung.
Einblutungen in die Haut, die sich nicht wegdrücken lassen. Ursachen reichen von harmlosen Altersveränderungen bis zu schweren Gerinnungsstörungen oder Vaskulitis. Abklärung der Grundursache wichtig.
Bakterielle Hautinfektion, meist durch Staphylokokken oder Streptokokken. Umfasst Impetigo, Follikulitis, Furunkel und Abszesse. Behandlung mit Antiseptika und bei Bedarf Antibiotika.
Teilgebiet der Medizin, das sich mit Venenerkrankungen befasst: Krampfadern, Besenreiser, Thrombosen und chronisch venöse Insuffizienz. Diagnostik mittels Duplexsonographie, Therapie konservativ oder operativ.
Häufigste Form der Schuppenflechte mit rötlichen, silbrig-weiss schuppenden Plaques an Ellbogen, Knien, Kopfhaut und Steiss. Chronisch-schubweise verlaufend. Viele wirksame Therapieoptionen verfügbar.
Behandlung mit lichtempfindlichem Wirkstoff und anschliessender Belichtung. Eingesetzt bei aktinischen Keratosen, oberflächlichem Hautkrebs und Akne. Selektive Zerstörung veränderter Zellen.
Umschriebene Bräunung der Haut durch vermehrte Melanineinlagerung. Verschiedene Formen wie Sommersprossen, Altersflecken oder Melasma. Dermatoskopische Abklärung zum Ausschluss bösartiger Veränderungen.
Veränderungen der Hautfarbe durch Mehr- oder Minderpigmentierung. Ursachen sind UV-Schäden, Hormone, Entzündungen oder genetische Faktoren. Gezielte Diagnostik bestimmt die Therapieoptionen.
Infektionen durch Dermatophyten, Hefen oder Schimmelpilze an Haut, Haaren oder Nägeln. Häufig an Füssen, in Körperfalten und an Nägeln. Diagnose durch Kultur, Therapie mit Antimykotika.
Häufige, harmlose Hautveränderung bei Kindern mit hellen, leicht schuppenden Flecken im Gesicht. Oft bei Atopikern. Verblasst mit der Zeit. Rückfettende Pflege und Sonnenschutz empfohlen.
Akute, selbstlimitierende Hauterkrankung mit ovalären, schuppenden Flecken am Rumpf. Beginnt typisch mit einem Primärmedaillon. Vermutlich viral bedingt. Heilt in 6–8 Wochen spontan.
Oberflächliche Pilzinfektion durch Malassezia-Hefen mit hellen oder bräunlichen Flecken, meist am Oberkörper. Verstärkt bei Wärme und Schwitzen. Gut behandelbar mit antimykotischen Waschlösungen.
Dornwarzen an der Fusssohle durch HPV-Infektion. Wachsen durch Druck nach innen und sind oft schmerzhaft beim Gehen. Behandlung durch Vereisung, Salicylsäure, Laser oder Kürettage.
Zweithäufigster Hautkrebs, entstehend aus aktinischen Keratosen durch chronische UV-Schädigung. Kann Metastasen bilden. Operative Entfernung ist Standardtherapie. Regelmässige Nachsorge wichtig.
Allergische Reaktion auf Blütenpollen (Gräser, Bäume, Kräuter) mit Schnupfen, Niesen und juckenden Augen. Saisonal gebunden. Diagnostik per Pricktest, Therapie mit Antihistaminika und Hyposensibilisierung.
Chronisch juckende Hauterkrankung mit derben Knötchen, oft durch Kratzen entstanden. Verschiedene Formen (akut, chronisch, nodularis). Therapie zielt auf Juckreizlinderung und Entzündungshemmung.
Juckreiz – häufiges Symptom bei Hauterkrankungen, Allergien, inneren Erkrankungen und psychischen Belastungen. Kann lokalisiert oder generalisiert auftreten. Ursachenklärung ist Therapievoraussetzung.
Schwere Autoimmunerkrankung mit schlaffen Blasen an Haut und Schleimhäuten. Antikörper gegen Desmoglein zerstören den Zellzusammenhalt der Oberhaut. Therapie mit Immunsuppressiva und Rituximab.
Quälender Juckreiz am After mit vielen möglichen Ursachen: Hämorrhoiden, Ekzeme, Pilzinfektionen oder Fehlhygiene. Gründliche proktologische und dermatologische Abklärung empfohlen.
Entzündung der Haut um den After mit Rötung, Juckreiz und Brennen. Häufig bei Kindern und Erwachsenen. Ursachen sind Pilzinfektionen, Allergien oder Hämorrhoiden. Gezielte Ursachenbehandlung.
Entzündliche Gelenkerkrankung bei Patienten mit Schuppenflechte. Betrifft oft Finger- und Zehengelenke. Frühe Diagnose und Therapie mit Biologika oder Immunsuppressiva verhindern Gelenkzerstörung.
Entzündliche Gesichtserkrankung mit Knötchen und Pusteln um Mund, Nase und Augen. Häufig bei Frauen. Oft durch übertriebene Hautpflege oder Kortison verursacht. Nulltherapie als erster Schritt.
Akut auftretende Form der Schuppenflechte mit zahlreichen kleinen, tropfenförmigen Herden am Rumpf. Häufig nach Streptokokkeninfekten bei Kindern und Jugendlichen. Oft gute Spontanprognose.
Verstärkte Verhornung an Handinnenflächen und Fusssohlen. Angeboren oder erworben durch mechanische Belastung. Zeigt sich als verdickte, gelbliche Hornhaut. Keratolytische Pflege und ggf. Retinoide.
Eitrige Entzündung am Finger oder Zeh, meist durch Staphylokokken. Zeigt sich mit Schwellung, Rötung und pulsierendem Schmerz. Oberflächliche Formen lokal behandelbar, tiefe erfordern Chirurgie.
Entzündung des Nagelwalls (Nagelwallentzündung) mit schmerzhafter Schwellung und Rötung. Akut meist bakteriell, chronisch oft durch Candida. Therapie mit Antiseptika, ggf. Antibiotika oder Antimykotika.
Lausbefall der behaarten Haut. Kopfläuse bei Kindern häufig, Filzläuse im Genitalbereich. Starker Juckreiz als Leitsymptom. Behandlung mit Dimeticon oder Permethrin-haltigen Präparaten.
Flüchtige, juckende Hautschwellung (Urtika) durch Flüssigkeitsaustritt ins Gewebe. Typisch bei Nesselsucht. Entsteht durch Histaminfreisetzung. Verschwindet meist innerhalb von 24 Stunden.
Tiefe Schwellung von Haut und Schleimhäuten, oft an Lippen, Augenlidern und Zunge. Form des Angioödems. Kann allergisch, medikamentös oder erblich bedingt sein. Schwellung im Rachen ist Notfall.
Anfallsartige Durchblutungsstörung der Finger mit Weiss-, Blau- und Rotverfärbung durch Gefässkrämpfe. Ausgelöst durch Kälte oder Stress. Primäre Form harmlos, sekundäre kann auf Grunderkrankung hinweisen.
Chronisch-entzündliche Gesichtshauterkrankung mit Rötung, erweiterten Äderchen, Papeln und Pusteln. Betrifft vor allem hellhäutige Erwachsene. Triggerfaktoren meiden und antiinflammatorische Therapie.
Frühform der Rosacea mit anhaltender Gesichtsrötung und erweiterten Blutgefässen (Teleangiektasien). Flush-artige Verschlechterung durch Wärme, Alkohol oder scharfe Speisen. Laserbehandlung wirksam.
Mittelschwere Rosacea mit entzündlichen Papeln und Pusteln zusätzlich zur Gesichtsrötung. Ähnelt äusserlich der Akne, hat aber andere Ursachen. Therapie topisch und bei Bedarf systemisch.
Knollige Verdickung der Nasenspitze durch Talgdrüsenwucherung als Spätform der Rosacea. Betrifft überwiegend Männer. Chirurgische Abtragung oder Lasertherapie bringt gute kosmetische Ergebnisse.
Volkstümlicher Name für Tinea corporis – ringförmige Pilzinfektion der Haut. Charakteristisch ist ein roter, schuppender Ring mit Abheilung im Zentrum. Gut behandelbar mit antimykotischen Cremes.
Plattenepithelkarzinom der Haut – bösartiger Tumor durch chronische UV-Schädigung. Entsteht oft aus aktinischen Keratosen. Kann Metastasen bilden. Standardtherapie ist die operative Entfernung.
Ekzem an den Unterschenkeln bei chronisch venöser Insuffizienz. Zeigt sich mit Rötung, Schuppung, Juckreiz und bräunlicher Verfärbung. Kompressionstherapie und rückfettende Pflege als Basisbehandlung.
Dehnungsstreifen der Haut durch Überdehnung des Bindegewebes. Häufig in Schwangerschaft, Pubertät oder bei Gewichtszunahme. Anfangs rötlich, später weisslich. Laserbehandlung kann das Erscheinungsbild mildern.
Gruppe hautspezifischer Erkrankungen in der Schwangerschaft wie PUPPP, Pemphigoid gestationis oder Schwangerschaftscholestase. Juckreiz ist häufiges Leitsymptom. Abklärung und Therapie durch Dermatologen.
Chronisches Ekzem in talgdrüsenreichen Hautarealen mit gelblichen, fettigen Schuppen. Betrifft Kopfhaut, Gesicht und Brustbereich. Hefen spielen eine Rolle. Antimykotische Behandlung wirksam.
Chronisch entzündlicher Fistelgang in der Gesässfalte (Steissbeinfistel). Verursacht durch eingewachsene Haare. Wiederkehrende Abszesse möglich. Operative Sanierung oft erforderlich.
Autoimmunerkrankung mit Verhärtung und Verdickung der Haut durch übermässige Kollagenablagerung. Lokalisierte Form (Morphea) oder systemische Form mit Organbeteiligung. Therapie stadienabhängig.
Verödung von Krampfadern oder Besenreisern durch Injektion eines Verödungsmittels direkt in das Gefäss. Bewährtes ambulantes Verfahren in der Phlebologie mit guten kosmetischen Resultaten.
Akute Entzündung der Haut durch übermässige UV-B-Strahlung. Zeigt sich als Rötung, Schwellung und ggf. Blasenbildung. Wiederholte Sonnenbrände erhöhen das Hautkrebsrisiko deutlich.
Umgangssprachlich für polymorphe Lichtdermatose – häufigste lichtbedingte Hauterkrankung mit juckenden Knötchen nach Sonnenexposition. Vorbeugung durch langsame UV-Gewöhnung und konsequenten Lichtschutz.
Systemische Entzündungskrankheit mit Granulombildung. Hautbefall zeigt sich als rötlich-bräunliche Knötchen oder Plaques. Lupus pernio im Gesicht ist charakteristisch. Therapie mit Kortikosteroiden.
Parasitäre Hauterkrankung durch Sarcoptes scabiei mit intensivem nächtlichem Juckreiz und Milbengängen. Sehr ansteckend. Behandlung aller Kontaktpersonen mit Permethrin oder Ivermectin notwendig.
Chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit typischen silbrig-weissen Schuppen auf geröteten Plaques. Genetisch bedingt, immunologisch vermittelt. Moderne Therapien ermöglichen gute Krankheitskontrolle.
Dauerhaft erweiterte, sichtbare kleine Blutgefässe in der Haut. Häufig an Nase und Wangen. Können isoliert oder im Rahmen von Rosacea auftreten. Laser- oder IPL-Behandlung wirksam.
Entzündung einer oberflächlichen Vene mit Blutgerinnsel. Zeigt sich als schmerzhafter, geröteter Strang unter der Haut. Meist an den Beinen. Kompression und entzündungshemmende Therapie.
Bildung eines Blutgerinnsels in einer tiefen Vene, meist im Bein. Symptome sind Schwellung, Schmerzen und bläuliche Verfärbung. Ernstes Krankheitsbild mit Risiko einer Lungenembolie.
Dermatophyten-Pilzinfektion der Kopfhaut, häufig bei Kindern. Zeigt sich mit schuppenden, haarlosen Herden. Systemische antimykotische Therapie erforderlich, da topische Behandlung allein nicht ausreicht.
Pilzinfektion der Körperhaut mit ringförmigen, schuppenden, geröteten Herden. Zentrale Abheilung mit aktivem Randwall typisch. Ansteckend. Behandlung mit antimykotischen Cremes meist ausreichend.
Fusspilz – häufigste Pilzinfektion überhaupt. Zeigt sich mit Juckreiz, Rötung und Schuppung zwischen den Zehen. Feuchtwarme Umgebung begünstigt Infektionen. Antimykotische Therapie wirksam.
Nagelpilz durch Dermatophyten mit Verdickung, Verfärbung und Brüchigkeit der Nagelplatte. Langwierig zu behandeln. Erregerbestimmung vor Therapie empfohlen. Behandlung topisch oder systemisch.
Zustand verminderter Hautfeuchtigkeit mit Rauheit, Schuppung und Spannungsgefühl. Häufig im Winter und bei älteren Menschen. Basis vieler Ekzeme. Regelmässige rückfettende Pflege als Therapie.
Offenes Beingeschwür, meist am Unterschenkel. Häufigste Ursache ist chronische Venenschwäche, seltener arterielle Durchblutungsstörung oder Diabetes. Kompressionstherapie und Wundversorgung zentral.
Nesselsucht mit juckenden Quaddeln durch Histaminfreisetzung. Akute Form oft allergisch, chronische Form häufig spontan ohne erkennbare Ursache. Antihistaminika als Basistherapie.
Plötzlich auftretende Nesselsucht mit Quaddeln und Juckreiz, die weniger als sechs Wochen andauert. Häufige Auslöser sind Infekte, Medikamente oder Nahrungsmittel. Meist selbstlimitierend.
Nesselsucht mit Quaddeln und/oder Angioödemen über mehr als sechs Wochen. Oft ohne erkennbare Ursache. Stufentherapie mit Antihistaminika, bei Bedarf Omalizumab als Biologikum.
Medizinische Behandlung mit ultraviolettem Licht bei Hautkrankheiten wie Psoriasis, Neurodermitis oder Vitiligo. Verschiedene Formen: Schmalband-UVB, PUVA und Excimer-Laser. Kontrollierte Anwendung wichtig.
Weissfleckenkrankheit durch autoimmune Zerstörung der pigmentbildenden Melanozyten. Scharf begrenzte, weisse Hautflecken. Therapie mit Lichttherapie, topischen Immunmodulatoren oder Kortikosteroiden.
Pilzinfektion der Vulva und Vagina durch Candida-Hefen mit Juckreiz, Brennen und weisslichem Ausfluss. Sehr häufig. Begünstigt durch Antibiotika und Diabetes. Antimykotische Behandlung wirksam.
Krampfaderleiden durch erweiterte, geschlängelte oberflächliche Beinvenen. Ursache ist eine Venenklappeninsuffizienz. Symptome sind schwere Beine und Schwellung. Therapie durch Verödung oder Operation.
Entzündung der Blutgefässe mit vielfältigen Hauterscheinungen wie Purpura, Knoten oder Geschwüren. Verschiedene Formen je nach Gefässgrösse. Ursache oft immunologisch. Gezielte Diagnostik wichtig.
Gestörter venöser Rückfluss in den Beinen durch defekte Venenklappen. Symptome sind Schwellung, Hautveränderungen und im Spätstadium Beingeschwüre. Kompressionstherapie ist Basisbehandlung.
Gewöhnliche Warze – gutartige Hautwucherung durch HPV-Infektion. Raue, erhabene Knötchen an Händen und Fingern. Ansteckend. Behandlung durch Vereisung, Salicylsäure oder Laser.
Gutartige Hautwucherungen durch humane Papillomviren (HPV). Verschiedene Formen: vulgäre Warzen, Dornwarzen, Flachwarzen. Ansteckend. Therapie durch Vereisung, Salicylsäure, Laser oder Kürettage.
Hochansteckende Virusinfektion mit typischem juckendem Bläschenausschlag (Sternenhimmel). Häufige Kinderkrankheit. Impfung verfügbar. Das Virus verbleibt latent und kann später als Gürtelrose reaktivieren.
Entzündung der Haut im Windelbereich bei Säuglingen durch Feuchtigkeit, Reibung und Urinbestandteile. Häufig sekundär mit Candida infiziert. Häufiger Windelwechsel und Schutzcremes als Therapie.
Akute bakterielle Hautinfektion mit scharf begrenzter, schmerzhafter Rötung und Schwellung. Ausgelöst durch Streptokokken über kleine Hautverletzungen. Antibiotische Behandlung zwingend erforderlich.
Gelbliche Cholesterinablagerungen an den Augenlidern. Können auf erhöhte Blutfettwerte hinweisen. Harmlos, aber kosmetisch störend. Entfernung durch Laser, Kryotherapie oder chirurgische Abtragung.
Gelbliche Hautknoten durch Einlagerung von Fettsubstanzen, oft bei erhöhten Blutfetten. Verschiedene Formen je nach Lokalisation. Behandlung der zugrundeliegenden Fettstoffwechselstörung wichtig.
Trockene Haut – häufiger Hautzustand mit Rauheit, Schuppung und Juckreiz. Begünstigt durch Alter, trockene Luft, häufiges Waschen. Basis vieler Ekzeme. Rückfettende Pflege als Grundlage.
Tiefe bakterielle Entzündung von Haut und Unterhautgewebe mit diffuser Rötung, Schwellung und Schmerzen. Abgrenzung zum Erysipel manchmal schwierig. Antibiotische Therapie erforderlich.
Umschriebene Verhärtung der Haut (Morphea) durch übermässige Kollagenbildung. Weisslich-glänzende Plaques mit lila Rand. Nur Haut betroffen, keine Organbeteiligung. Therapie mit Steroiden oder UV-Licht.
Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus mit schmerzhaftem, halbseitigem Bläschenausschlag. Risiko steigt mit dem Alter. Antivirale Therapie innerhalb 72 Stunden. Impfung zur Vorbeugung empfohlen.
Schwere Akneform mit tiefen, schmerzhaften, entzündlichen Zysten unter der Haut. Hohes Narbenrisiko. Erfordert frühzeitige systemische Therapie, häufig mit Isotretinoin. Konsequente Behandlung essenziell.